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Rezension – Flugangst 7a – Sebastian Fitzek

Titel: Flugangst 7a
Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Droemer
Genre: Psychothriller
Seitenanzahl: 400

Ich danke dem Droemer Verlag für das Rezensionsexemplar!


leserlichkeitEs gibt eine tödliche Waffe, die durch jede Kontrolle kommt.
Jeder kann sie ungehindert an Bord eines Flugzeugs bringen.
Ein Nachtflug Buenos Aires-Berlin.
Ein labiler Passagier, der unter Gewaltphantasien leidet.
Und ein Psychiater, der diesen Patienten manipulieren soll, um an Bord eine Katastrophe herbeizuführen.
Sonst verliert er etwas sehr viel Wichtigeres als sein Leben …
Der neue Psychothriller von Bestseller-Autor Sebastian Fitzek: In der Tradition von PASSAGIER 23 spielt er mit den menschlichen Urängsten des Eingeschlossenseins und der Hilflosigkeit an Bord eines Flugzeugs.


meinemeinungEin neuer Fitzek! Was habe ich mich auf das Buch gefreut! Nachdem ich Das Paket und AchtNacht verschlungen habe, war ich sehr gespannt auf sein neues Buch. Da ich selbst ungern Flugzeug fliege, habe ich auf ein nervenaufreibendes Buch gehofft, das ich nicht mehr zur Seite legen wollen würde. Und das wurde mir auch geliefert.

Fitzeks Bücher sprechen immer Themen an, die sehr auf die Psyche gehen (jedenfalls bei mir). Oft habe ich mich schon gefragt: Wie kam er jetzt auf diese Idee? Netterweise gibt es am Ende des Buches einige Anmerkungens einerseits.

Auch dieses Mal hat mich schon der Prolog sehr mitgenommen, aber auch Lust auf den Rest des Buches gemacht. Man möchte unbedingt wissen, wieso, weshalb, warum – und dafür muss man weiterlesen.

In der Geschichte spielen mehrere Charaktere eine wichtige Rolle und jene werden einem auch schon bald vorgestellt. Manche in der Luft, andere am Boden. Die Kapitel sind immer abwechselnd aus der Sicht eines Charakters geschildert. Und das führt dazu, dass die Spannung ziemlich steigt. Denn die Kapitel enden sehr oft mit Cliffhangern. Wenn man wissen möchte, was weiter passiert, muss man erst ein Kapitel eines anderen Charakters lesen und dieses endet ebenso mit einem Cliffhanger.

Und ja, ich muss nochmals betonen, wie spannend ich dieses Buch fand! Fitzek schafft es immer wieder, mich mit überraschenden Wendungen zu begeistern und auch ratlos zurücklassen. Man denkt, dass man die Wahrheit kennt, aber nein, so war das bei mir nie! Fitzek schafft es, den Leser staunend zurückzulassen. Denn er baut immer wieder Elemente ein, mit denen man nicht gerechnet hat.

Die Charaktere waren mir sehr sympathisch. Dank der eigenen Perspektiven habe ich mit ihnen gelitten und gebangt. Einiges, was den Charakteren widerfahren ist, ging mir wirklich sehr nah. Sie alle haben es nicht leicht. Die Handlungen kamen mir nicht immer, aber oft authentisch vor. Vielleicht bin ich auch zu ängtslicher, aber ich würde öfter anders handeln.

Das Buch greift mehrere Themen auf, die aus der Sicht des Lesers gar nichts miteinander zu tun haben. Fitzek knüpft die Fäden am Ende wie immer sehr überraschend zusammen. Meiner Meinung nach (wie bei vielen seiner Bücher) etwas weit hergeholt, aber es passt und ergibt Sinn. Es sind einige aktuelle und gesellschaftlich relevante Themen, manche l kommen änger, andere kürzer vor.

Auf ein Thema möchte ich nochmal näher eingehen, da ich finde, dass es schade ist, wie im Buch damit umgegangen wird. Fitzek ist kurz in den Anmerkungen darauf eingegangen. Denn es ist für mich ein sehr wichtiges Thema und ich habe mich gefreut, dass es aufgegriffen wird, da viele nicht davon wissen (oder es sich nicht eingestehen wollen).

Hier also SPOILERWARNUNG.

Das Thema ist für mich als Tierliebhaber, Vegetarier und Tierschützer sehr wichtig: die Ausbeutung der Kühe. Es ist toll, dass alles sehr detailiert beschrieben wird. Der Tierschützer wird hier aber als Wahnsinniger dargestellt, was ich sehr schade finde, da jene für viele Menschen sowieso als verrückt und übertrieben angesehen werden. Das Thema ist aber wirklich so wichtig und ich hätte mir dafür ein schöneres Ende gewünscht.

SPOILER ENDE

Weitere Themen, die aufgegriffen werden, könnten für einige Leser vielleicht sehr belastend sein. Meiner Meinung nach sind es in dem Buch auch sehr viele solcher Themen. Das haben aber Psychothriller ja meist so an sich. Für mich wirkte es so, also ob Fitzek sie sehr gut recherchiert hat, genau kann ich das aber selbst nicht beurteilen. Es sind sehr aktuelle Themen, besonders den Aspekt der psychischen Krankheit und der Flugzeugcrew.

Der Schreibstil ist wie immer sehr flüssig zu lesen, die Sprache einfach gehalten und das Buch lässt sich wirklich sehr schnell lesen. Ich hatte das Buch innerhalb von drei Tagen durch, was bei mir selten vorkommt.


fazitFlugangst 7a ist wieder ein sehr gelungener Psychothriller, der mich fast durchweg begeistern konnte. Die Spannung war stetig da, die Geschichte sehr interessant und nervenaufreibend. Außerdem wurde ein für mich sehr wichtiges Thema angesprochen. Leseempfehlung!

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