Rezension – Erwachen – Stephanie Maharaj

Rezension – Erwachen – Stephanie Maharaj

Manchmal braucht man Zeit für sich, um sich über einige Dinge klar zu werden. Einige Menschen gehen dafür eine Runde spazieren oder gehen ihrem Hobby nach. Paula hat sich für einen anderen Weg entschieden.


Inhalt

Paula möchte an einer so genannten Visionssuche teilnehmen. Drei Tage ganz alleine sein, fasten und ohne irgendwelche Gegenstände, die einen ablenken können. Denn sie weiß gerade nicht, wie es mit ihrem Leben weitergehen soll. Die Visionssuche soll jungen Menschen beim Erwachsenwerden und zu sich selbst zu finden helfen.

Dazu fährt sie in das Siebengebirge, trifft andere Jugendliche, die ebenso teilnehmen und die Schamanin Roberta und den Sozialpädagogen Klaus, um sich auf die Reise zu sich selbst zu begeben.

Meine Meinung

Dieses Buch ist ein ruhiges Buch ohne große Spannung oder Action und dennoch war es spannend, den Jugendlichen bei ihren Trip in das Siebengebirge zu folgen. Auf mich hatte de Geschichte eine sehr beruhigende Wirkung und sie hat mir beim Entspannen geholfen. Ich selbst habe noch nie von so einer Visionssuche gehört, doch ich denke, dass sie mir in jungen Jahren auch geholfen hätte. Auch ich wusste lange mal nicht, wie es bei mir weitergehen soll und wohin das Leben mich führen wird. 

Doch zehn Tage lang campen, ohne Handy oder andere Technik und drei davon ganz alleine und ohne Essen? Das ist bestimmt nicht für jeden etwas. Doch ich fand es sehr spannend, darüber zu lesen und an sich würde ich so etwas gerne mal probieren. Denn ich denke auch, dass man dabei viel über sich lernen kann. Besonders Jugendliche, die bald ein neues Leben außerhalb des eigenen zu Hauses anfangen werden.

Die Autorin beschreibt sehr gefühlvoll die Gedanken, Vergangenheit und Probleme der Jugendlichen, sodass man sich in sie hineinversetzen und sie besser verstehen kann. Ich selbst habe mein damaliges Ich auch in einigen der Charakteren wieder erkannt. Einige Jugendliche sind mutiger, andere ängstlicher. Doch dort im Camp halten sie alle zueinander.

Die Jugendliche betrifft auch alle ein anderes eigenes Problem, sodass viele Facetten des Erwachsenwerdens aufgegriffen werden. Besonders im letzten Teil des Buches steht nicht nur Paula, sondern auch die anderen Teinehmer und ihre Reise zur Selbstfindung im Mittelpunkt. Sehr emotional wird ihre Verwandlung und Erkenntnisse wiedergegeben. Es war schön und beeindruckend zu lesen, wie die Teenager etwas über sich und ihre Stärken gelernt haben und nun positiver und die Zukunft schauen.

Ein paar der Wandlungen waren vielleicht kurz gegriffen, aber in solch einem Moment der Selbstfindungsphase ist das möglicherweise eine realistische Umsetzung. Ich denke wir kennen alle die Momente, in denen wir uns vornehmen, unser Leben total umzukrempeln.

Fazit

Die Geschichte hat durch viele Aussagen und schöne Passagen zum Nachdenken angeregt. Beim Lesen habe ich auch viel für mich und das Leben gelernt. 

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