Bermuda Thomas Finn

Bermuda – Thomas Finn – Rezension

Gestrandete auf einer mysteriösen Insel, Überlebenskämpfe, seltsame Erscheinungen… als Lost Fan wusste ich, dass ich das Buch Bermuda lesen muss.

Klappentext

Nur knapp überleben der Biologe und Rucksackreisende Alex Kirchner und die Umweltaktivistin Itzil Pérez den Untergang ihres Kreuzfahrtschiffes, das mitten im Bermuda-Dreieck in einen unheimlichen Hurrikan gerät. Zusammen mit einem Dutzend weiterer Überlebender werden Alex und Itzil am Strand einer Vulkan-Insel angespült, doch die vermeintliche Rettung erweist sich schnell als tödliche Falle: Auf der Insel funktionieren weder Handys noch Kompasse; das Treibgut, aus dem die Überlebenden sich notdürftig ein Lager am Strand errichten, ist am nächsten Morgen fast vollständig verschwunden, Nahrungsmittel verrotten über Nacht bis zur Unkenntlichkeit.
Während Alex eine Bergungsmission zum Wrack des Kreuzfahrtschiffes unternimmt und seinen Augen nicht traut, als er feststellt, dass das Wrack komplett verrostet ist, als läge es seit Dekaden im Wasser, entdeckt Itzil auf der Insel Spuren eines geheimnisvollen indianischen Heiligtums.
Kurz darauf stellt die Gruppe fest, dass einer von ihnen fehlt – dafür führen breite Schleifspuren direkt in den Mangrovendschungel …

Meine Meinung zu Bermuda

Ich war ein sehr großer Fan der Serie Lost und fand sie richtig spannend. Der Klappentext von Bermuda hatte mich an die Serie erinnert, deshalb habe ich mich sehr auf das Buch gefreut.

Es handelt insbesondere von Alex, der eigentlich eine Reise mit einem Kreuzfahrtschiff macht, bis sie in eine Art Sturm geraten und einige der anderen Überlebenden an einem Strand aufwacht. Andere Kapitel sind aus der Sicht von Itzil geschrieben, die eine Mitarbeiterin des Kreuzfahrtschiffes ist. Auf der Insel gibt es keine Zivilisation, niemanden, der ihnen helfen könnte. Zunächst sind sie auf sich allein gestellt.

Was macht man also, wenn man auf einer einsamen Insel ist? Zunächst müssen natürlich erstmal Nahrung, Wasser, Schutz und andere benötigten Dinge aufgetrieben werden. Genau diese Kapitel habe ich sehr gerne gelesen, da ich gerade diese Überlebenskämpfe sehr spannend finde. Die Insel muss dabei erkundet werden und dabei entdecken die Überlebenden natürlich allerlei mysteriöse Dinge auf der Insel. Alte Lager von anderen Menschen, seltsame Tiergattungen, Zeichnungen an Höhlenwänden… was hat das alles zu bedeuten? Und insbesondere Nachts, müssen die Gestrandeten auch um ihr Leben kämpfen.

Aber nicht nur die Insel selbst ist mysteriös. Kann man den anderen Schiffbrüchigen trauen? Man kennt sie ja nicht. Schnell finden sich einzelne Gruppen zusammen. Doch nicht alle sind sich gut gesinnt, es geht ja natürlich ums Überleben. So richtig sympathisch waren mir nur zwei der Charaktere. Leider muss ich sagen, dass der Autor hier ziemliche Klischees bietet, was ich etwas nervig fand. Verwirrend fand ich auch, dass die Charaktere mal mit Vornamen, dann mit Vornamen und Nachnamen und auch mal mit Nachnamen angesprochen werden. Auf anderen Seiten dann nur mit ihren Nationen; z.B. der Kanadier, Filipino, Deutsche etc. Man muss sich also einiges merken. Leider waren es auch meist die Männer, die die Arbeit erledigt haben, während die Frauen sich um das Essen gekümmert haben.

Bermuda
Überlebenskämpfe und mysteriöse Mächte

Wo es am Anfang des Buches noch um das Überleben auf der Insel geht und diese auszukundschaften, switcht das Ende des Buches in eine ganz andere Richtung und es ist mehr Science Fiction. Ich will nicht zu viel verraten. Mir hat der Switch dennoch gut gefallen und ich fand es immer noch sehr unterhaltend, andere könnten ihn als zu weit hergeholt empfinden. Ich denke aber Lost Fans werden Spaß mit dem ganzen Buch haben und auch mit der Wendung.

In der Geschichte werden oft Götter der Maya thematisiert, was ich wirklich sehr spannend fand. Ob diese richtig beschrieben worden sind, kann ich jedoch nicht sagen. In diesen Zusammenhängen wird viel erzählt und erklärt, manchmal fand ich das etwas verwirrend. Und insbesondere die letzten Kapitel fand ich eher kompliziert. Beim Lesen hatte ich hier leider kein Bild vor Augen. Demnach hätte ich mir manchmal mehr Beschreibungen der Umgebung gewünscht.

Achja, das Buch wird ja als Horrorthriller beschrieben. Horror würde ich es jetzt nicht nennen, dennoch werden Leichen näher beschrieben und es wird auch sehr blutig. Dies geschieht aber nicht allzu oft. Mehr geht es hier um das Mysteriöse der Insel und darum,. deren Geheimnisse aufzudecken.

Fazit

Mit Bermuda von Thomas Finn hatte ich eine gute und unterhaltsame Zeit. Mir hat insbesondere die erste Hälfte des Buches sehr gut gefallen, wo noch zum Großteil der Überlebenskampf mit Nahrungssuche und Erkundung der Insel stattgefunden hat. Das Ende des Buches triftet dann mehr in die Richtung Science Fiction, hat mir dennoch aber gut gefallen.

Allgemeine Infos:

Autor: Thomas Finn
Titel: Bermuda
Verlag: Knaur
Seitenanzahl: 528

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Ein Gedanke zu „Bermuda – Thomas Finn – Rezension

  1. Da Bermuda Dreieck fand ich schon immer super interessant und auch gruselig. Der Roman klingt nach einem echt guten und unterhaltsamen Schmöker – perfekt für langweilige Tag zuhause!

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