Der letzte Magier von Manhattan

Der letzte Magier von Manhattan – Lisa Maxwell – Rezension

Der letzte Magier von Manhattan hat sich so gut angehört: Magie, Zeitreisen, New York. Dennoch habe ich ewig gebraucht, es zu lesen. Warum erfahrt ihr nun.


Inhalt

Seit Jahrhunderten herrscht Krieg zwischen zwei Fraktionen von Magiern: Während die einen sich dem mächtigen Orden Ortus Aurea angeschlossen haben, fristen die anderen ein Schatten-Dasein im Untergrund. Zu ihnen gehört die junge Diebin Esta, die von ihrem Mentor ins New York des Jahres 1901 geschickt wird, um ein Buch zu stehlen, das als Waffe gegen den Orden dienen soll. Esta schließt sich einer Gang von Magiern an, die wie sie den Orden bekämpfen. Sie gewinnt deren Vertrauen und mehr – und weiß doch, dass sie jeden in der Vergangenheit betrügen muss, wenn sie die Zukunft retten will.

Meine Meinung – Scythe

Insgesamt habe ich drei Monate an dem Buch gelesen. Dabei hat es wirklich gut angefangen. Esta ist klug und flink, eine meisterhafte Diebin. Aber das ist nicht alles, sie hat magische Kräfte. Esta kann die Zeit verlangsamen und noch besser: mit einem bestimmten Schmuckstück kann sie durch die Zeit reisen. Und aus diesem Grund spielt die Geschichte in verschiedenen Zeiten: in der Gegenwart und um 1900 herum, immer in New York, denn dieses können die Magier wegen einer Barriere nicht verlassen. Diese Barriere soll nun mit einem Buch zerstört werden.

Die Magie in der Geschichte ist aber nicht bei jedem gleich. Die verschiedenen Magier haben verschiedene Kräfte. Leider habe ich nie so richtig verstanden, wie die Magie genau funktioniert. Denn es gibt zwei Arten: die alte Magie und eine künstliche. Das war auch eins der großen Probleme, die ich mit der Geschichte hatte. Oftmals saß ich da und empfand alles als zu kompliziert. Was macht der Orden genau? Was soll die Barriere? Warum dürfen Magier rein aber nicht raus? Die Magie, die Zeitreisen, die Sprünge zwischen den Charakteren und Zeiten… ich fand das alles sehr komplex, was natürlich auch einfach an mir liegen kann und andere kommen damit besser zurecht.

Am Anfang hatte ich große Probleme in die Geschichte zu kommen, da es Zeitsprünge gab und ich nicht verstanden hab, wer jetzt wer ist. Zeitreisen sind ja eh so ein Konstrukt, was viele Probleme und Logikfehler bereitet. In der Geschichte habe ich es wirklich nicht so ganz nachvollziehen können, warum jetzt eine bestimmte Tat Auswirkungen auf die Zukunft hat oder nicht.

Am wichtigsten sind die Charaktere Esta, Dolph und Harte, zwischen denen die Sichten wechseln. Manchmal gibt es auch Kapitel von Jack, der auch einiges vor hat… Aber es gibt noch viele weitere Charaktere, die auch wichtige Rollen spielen. Manche werden länger eingeführt, andere weniger. Viele sind für mich leider blass geblieben. Und natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte und daraus entstehen nochmal Komplikationen, da Esta sich für die Vergangenheit oder die Zukunft entscheiden muss. Erst habe ich gedacht, dass sich ein Liebesdreieck entwickeln wird, aber dem ist nicht so. Am sympathischsten war mir zuerst Dolph, da Harte sich ein paar Dinge geleistet hat, die ich nicht akzeptieren konnte. Nein, man nutzt nicht einfach zwei mal Situationen aus, um das Gegenüber einfach so zu küssen. Und natürlich verlieben sie sich trotzdem, das war alles sehr vorhersehbar.

Der letzte Magier von Manhattan

Harte hat eine schlimme Vergangenheit, die ihn einzuholen droht. Und auch Dolph möchte etwas gut machen. Es gibt somit viele Charaktere, die das magische Buch stehlen wollen, allein für ihre Zwecke. Und so kommt es zu einigen Intrigen und Lügen in der Geschichte, was ich an sich nicht schlecht finde. Aber. Ein großes Aber. Es passiert so lange nichts! Ernsthaft, an 2/3 des Buches kann ich mich gar nicht erinnern. Vieles hätte einfach herausgestrichen werden können. Zu viele Szenen haben nichts mit dem Hauptplot zu tun, den man so aus den Augen verliert. Es wirkte, als ob 2/3 des Buches Einleitung gewesen wären.

Der Anfang des Buches und das Ende haben beinahe die Längen wieder wett machen können. Da wurde es nochmal richtig spannend mit vielen Überraschungen. Das Ende hat mich dann doch wieder auf den zweiten Band neugierig gemacht, mal sehen, ob ich den lesen möchte. Aber der Mittelteil war oft so langweilig und der Hauptplot wurde beinahe in den Hintergrund gedrängt.

Positiv fand ich die Idee, einige Charaktere und bestimmte Szenen, wie von einer Bühnenshow. Die hatte ich wirklich gern gelesen. Und das Ende und der Anfang haben mir gut gefallen. Es war kein schlechtes Buch, aber durch die begeisterten Bewertungen habe ich wirklich mehr erwartet. Etwas traurig bin ich schon, da die Idee so gut ist.

Eine Sache möchte ich noch ansprechen: meine Ausgabe des Buches hat wirklich viele Rechtschreib- und Grammatikfehler. Sehr viele. Ich hoffe, dass nun eine neue Auflage erschienen ist, in welcher die Fehler beseitigt wurden. Denn irgendwann hatte das wirklich sehr genervt.

Fazit

Der letzte Magier von Manhattan hat wirklich viele tolle Bewertungen, die ich selbst nicht so ganz nachvollziehen kann. Die Idee, die in dem Buch steckt, ist wirklich spannend und interessant, aber leider konnte mich die Umsetzung nicht so ganz überzeugen. Die ganze Spannung am Ende hätte auch mehr in den Mittelteil ein gebracht werden müssen.

Allgemeine Infos:

Titel: Der letzte Magier von Manhattan
Autorin: Lisa Maxwell
Verlag: Knaur
Übersetzerin: Michelle Gyo
Seitenanzahl: 574

Ich danke dem Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

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