Eva-Maria Obermann habe ich dieses Jahr getroffen. Sie ist eine so sympathische Autorin und gerne habe ich ihr Buch gelesen.


kalppentextDora ist nahe daran, den Verstand zu verlieren. Die Träume, die sie vor zehn Jahren verfolgt haben, sind mit einem Mal wieder da.
Damals hatte sie, um sich zu retten, etwas Schreckliches getan. Doch nun sind die Visionen zurück und mit ihnen die Sehnsucht und der Schmerz.
Dora kämpft mit aller Kraft, um nicht den Halt zu verlieren. Doch als sie eines Tages plötzlich in die Augen Simeons – des Mannes, den sie in ihren Träumen liebt schaut, verschwimmen Traum und Realität endgültig miteinander. Was davon ist wahr? Verzweifelt versucht Dora, sich selbst nicht zu verlieren, und begibt sich dabei in tödliche Gefahr.


meinemeinungZeitlose – Simeons Rückkehr besteht sozusagen aus zwei Geschichten. Einmal begleiten wir Dora in ihrem Wachleben. Sie studiert und arbeitet nebenbei im Kindergarten. Außerdem hat sie einen tollen Freund. Doch nachts plagt sie ein bestimmter Traum. Und ihr Traum über Nancea und dem Prinzen ist sozusagen die zweite Geschichte in dem Buch, die in einer ganz anderen Zeit spielt und sich wie ein Märchen lesen lässt.

Ich muss sagen, dass ich Doras Wachleben lieber gelesen habe. Den Part fand ich spannend, weil Dora verzweifelt herausfinden möchte, was es mit den Träumen auf sich hat. Nach und nach passieren noch einige Dinge in ihrem Wachleben, wie dass sie scheinbar jemanden aus ihrem Traum trifft, was eigentlich nicht sein kann. Diese Parts fand ich einfach spannender, da es hier mehr Abwechslung gab und das Lesen machte mir mehr Spaß. Man verfolgt ihren Weg zur Uni, auf die Arbeit und ihre verzwickte Gefühlslage bezüglich Nathan. Manchmal konnte ich ihre Handlungen nicht ganz nachvollziehen, aber zum Ende hin knüpfen alle lose Fäden aneinander und sie ergeben einen Sinn.

Wie gesagt lesen sich die Träume wie Märchen, es gibt eine Königin, einen Prinzen, den Markt und alles wirkt wie im Mittelalter. Für mich war es etwas zu märchenhaft, was vor allem an der Liebesgeschichte lag. Zwei Personen treffen einmal aufeinander, es ist sofort die große Liebe und sie würden alles füreinander tun. Das war für mich zu unrealistisch, aber das haben Märchen ja so an sich. Mein Ding war es nicht. Hinzufügen möchte ich noch, dass Nancea aber nicht die typische Märchenprinzessin ist. Sie braucht keinen Prinzen, der sie rettet. Auch ohne ihn kann sie sich durch die harte Welt durchschlagen.

Dafür fand ich die Liebesgeschichte im Wachleben schöner, was auch an Doras Freund lag, den ich sehr sympathisch fand. Mit Nathan dagegen konnte ich nicht so viel anfangen, er ist mir etwas blass als Charakter erschienen. Simon ist der typische Prinz, der nichts vom harten Leben als Normalsterblicher weiß.
Dora und Nancea dagegen sind beides toughe Figuren, mit eigener Geschichte und einem starken Willen. Ich habe gern über sie gelesen und sie werden mir in Erinnerung bleiben.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Obermann streut immer wieder Details ein, die zur Auflösung beitragen. So kann man auch selbst miträtseln. Sie vereint Traum und Realität sehr gut, der Lesefluss wird nicht dabei gestört. Bloß waren mir einige Dinge zu detailliert beschrieben. Ich muss nicht unbedingt wissen, was Doras Freunde alles studieren und wie lange und weshalb, besonders nicht, wenn sie nur eine Nebenrolle einnehmen. Diese Details vergisst man sowieso sehr schnell wieder.

Meiner Meinung nach sind die Emotionen sehr authentisch dargestellt. Ich konnte Doras Lage und Gefühle gut nachvollziehen und mit ihr mitfühlen. Besonders wenn sie Nathan trifft, spürt man ihre Verzweiflung, Ängste und ihren Zwiespalt.

Wie erwähnt fand ich Doras Wachleben sehr spannend und es waren meine liebsten Teile im Buch. Das liegt aber vor allem daran, dass ich nicht der Romantikfan bin. Die Geschichte um Dora wurde zum Ende hin nochmal sehr überraschend und deshalb freue ich mich auch auf Band 2. Obermann schafft den Leser durch spannende Parts zu fesseln, sodass man trotz den ruhigeren Teilen der Geschichte, weiterlesen möchte.

Dass das Buch in sozusagen zwei Parts spielt, dem Traum und der Realität, macht das Buch sehr abwechslungsreich. Und Obermann hat die beiden Geschichten sehr gut miteinander verbunden, ohne dass sich Szenen wiederholen. Das Buch ist somit für viele Leser geeignet, denn es vereint Romantik, Spannung, Abenteuer und Mystery.

 


fazitZeitlose – Simeons Rückkehr ist ein sehr facettenreiches Buch. Auf der einen Traum, auf der anderen die Realität. Die Leser können in zwei sehr unterschiedliche Geschichten abtauchen, es wird romantisch, spannend und es steht eine Frage im Vordergrund: ist es wirklich nur ein Traum?


Allgemeine Infos

Titel: Zeitlose – Simeons Rückkehr
Autorin: Eva-Maria Obermann
Verlag: Schwarzer Drachen
Teil 1 von 3
Teil 2: Doras Erwachen
Teil 3: ?

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