Rezension – Wut – Eine Anthologie

Wir alle waren doch schon einmal wütend. Nun haben 13 Menschen ihre Gedanken zum Thema Wut aufgeschrieben.


Inhalt – Wut

Was verleitet Menschen, ihrer Wut auf diese Weise Ausdruck zu verleihen? Wann schlägt Wut in Hass um? Wann gelingt es, dass aus Wut Mut wird? 13 Autoren, YouTuber und Songtexter erzählen in dieser Anthologie von der Wut. Einem Gefühl, das die Vernunft zu vertreiben scheint. Und doch die Kraft zur Veränderung hat. 

Mit Beiträgen von: Janet Clark, Zoran Drvenkar, Fritz Fassbinder, Alice Gabathuler, Agnes Hammer, Lisa Sophie Laurent, Manfred Theisen, Jochen Till, Maike Stein, Eric Wallis.

Meine Meinung

Wut hat viele Anlässe und Ausdrucksweisen. Heutzutage spüren wir sie überall. Besonders in der Politik sieht man die Wut, wegen Dingen, die getan oder auch nicht getan werden. Wut kommt in den verschiedensten Formen daher. Mal stürmischer, mal ruhiger. Ich fand es sehr spannend, die Gedanken der Autor*innen zu diesem Thema zu lesen. So unterschiedlich wie der Wut Ausdruck verliehen wird, so verschieden sind auch die Beiträge dazu im Buch. Es gibt Geschichten, Bilder, Songtexte, Poetry Slams oder auch persönliche Erfahrungen. 

Die Thematiken hier sind auch ganz unterschiedlich. Es geht um Rassismus, Politik, Tierrechte, Mobbing oder auch sexuelle Übergriffe. Mir haben am besten die Geschichten gefallen, eine spielt zum Beispiel in der Zukunft. Die Poetry Slams waren nicht so mein Ding, aber das ist natürlich Geschmackssache.

„Immer cool bleiben. Dazu stehe ich auch. Außer es geht um etwas wirklich Wichtiges, so wie eben gerade. Da darf, nein muss man auch mal wütend werden und sich aufregen. Und rumbrüllen.“

S. 126

Auch beim Lesen wurde ich wütend, denn das man dort liest, passiert auch auf die eine oder andere Weise jeden Tag in unserer Gesellschaft. Menschen werden aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert und beleidigt. Tiere werden schlecht gehalten. Gangs feinden sich an. Doch es gibt auch die Wut, die sich anders ausdrückt, wie die Fridays For Future Proteste oder andere friedliche Demonstrationen. Und die Wut, die daraus resultiert, dass andere Menschen oder Tiere schlecht behandelt werden.

Viele Texte sind mir sehr nahe gegangen und das Lesen ist mir hin und wieder schwer gefallen, da es doch sehr ernste und emotionale Themen sind. Doch es ist wie im echten Leben. Man sollte nicht wegschauen, sondern wahrnehmen, dass vieles in der Welt falsch läuft. Wut gibt einem auch die Möglichkeit, etwas zu verändern und Menschen in Schutz zu nehmen.

Fazit

Wut beinhaltet mehrere Texte zum Thema Wut, die zeigen, wie viele Facetten es davon gibt. Es wird auf eindrucksvolle Weise gezeigt, was Wut erreichen kann. Ob positiv oder negativ. Für mich ein sehr wichtiges Buch zu einem aktuellen Thema.

Allgemeine Infos:

Titel: Wut – Eine Anthologie
Verlag: Loewe
Seitenanzahl: 208

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Ich danke dem Loewe Verlag für das Rezensionsexemplar!

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